Aktuelle Pressemeldungen

"Offner-Tours" - on the highway to hell


Für Aussenstehende war die Ansammlung von rot gekleideten Personen jeglichen Alters am Samstag, 14.06.2014, vor der Ablachhalle, schon etwas suspekt. Vergeblich wurde die Gegend nach den sonst dort dominierenden Farben schwarz / gelb des FC Mengen abgescannt. Auch war die Altersstruktur der Menge alles andere als homogen - von jungen Wilden U18, den Nirgendsdazugehörenden U30, von den Reifen Ü30 über die Erfahrenen 50plus - war alles vertreten.
Da in Mengen kein Hochfest anstand, konnten von der mitreisenden "50plus-Altersgruppe" die normalerweise häuserschmückenden, mit dem Mengener Stadtwappen versehenen, Fahnen mitgeführt werden. Die Vorführung der Handhabung dieser lies jedoch noch keinen Aufschluss darüber zu,  ob es sich um Utensilien zur Heldenverehrung oder um Waffen handelte. Wieder andere, anscheinend (aber nur anscheinend) gemäßigtere führten selbstgefertigte Fähnchen und lärmerzeugende Fanartikel mit. Ein Mitfahrer, ohne einen Namen nennen zu wollen (er kommt aus Ertingen, heißt aber nicht Bleile), hatte sogar noch ein Vuvuzela(chen) aus dem längst vergangenen Sommermärchen herüberretten können.
Groß war das Hallo, als der Fanbus am besagten Ort eintraf. Aber nicht, wie es sich vermuten lässt, ob der Ausstattung des luxuriösen Reisegefährtes, sondern wegen des prominenten Fahrers. Heinz Offner trat freudenstrahlend und uniformiert aus seinem Gefährt, was mich zu der Äußerung hinreißen lies: "Ja Servus, i hät de fascht it kennt, mit soviel azoga" (deutsch: Hallo Herr Offner, ich hätte Sie angekleidet fast nicht erkannt). Kannten wir unseren "Herr Offner", wie er ehrfurchtvoll genannt wird, nur vom Hallenbad und dort vorwiegend aus der Dusche, wo er gerne "klojokerziehende" Athleten geschickt in Gespräche verwickelte, wo diese doch so gerne weiter ihr Bahnen ziehen würden (hüstel, hüstel).
Nachdem die Plätze eingenommen waren, setzten wir uns in Richtung Kraichgau (nähere Infos zur naturräumlichen Gliederung und Geografie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Kraichgau) in Bewegung. Wer gedacht hat, dass man nun auf schnellstem Weg den nächsten Autobahnanschlußpunkt anfahren würde hat sich jedoch getäuscht. Bereits im nahen Bingen (siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Bingen_(bei_Sigmaringen) wurde die Möglichkeit genutzt die durch die Firma R aus BS, im Bus vertreten durch PH, im Auftrag des ebenfalls mitfahrenden Bürgermeisters JF neu geschaffenen Gemeindewege zu besichtigen, was jedoch nicht auf das Interesse aller gestoßen ist.
Die weitere Reise verlief dann besinnlich, harmonisch bis euphorisch, was manchmal dazu führte, dass man fast das Ziel der Reise ein wenig aus den Augen verlor. Die ausgeschenkten Getränke taten hierzu ihr übriges.
Kurz vor dem Leonberger Kreuz ist die Stimmung dann fast übergekocht. Aufgefordert und animiert von Oskar, wurde versucht den vorbeifahrenden LKW´s bzw. deren Fahrer die Zeit im Stau zu versüßen, was jedoch an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt werden soll.
Am Kreuz Karlsruhe wurde die Mann- und Frauschaft wieder ein wenig diszipliniert, indem die Reiseleitung des Wort an sich riss. Nüchtern präzise wurde der Grund der Reise analysiert, die Regeln des Triathlonsports erläutert und die Taktik vermittelt.
Ach ja, wir waren ja hier, um unsere Buli-Jungs in ihrem zweiten Wettkampf der 1.Bundesliga zu Höchstleistungen anzutreiben.
Am Austragungsort in Ubstadt-Weiher angekommen, konnten wir, an allen vorbei, bis ca. 70 m Luftlinie zum Schwimmstart, unseren Parkplatz anfahren. Unser vorangereister Präsident hat dazu bereits die Streckenkontrolle und Feuerwehren entsprechend instruiert, sodass bei unserem Eintreffen alle hinderlichen Absperrungen weggeräumt wurden, wie es laut Stefan Vollmer, ja auch mit dem Veranstalter abgesprochen war. Wer genau diese Absprache im Orga-Team des Veranstalters machte, konnte im Nachgang nicht mehr recherchiert werden und es interessiert(e) auch niemand.
Nachdem der Reiseleiter die mitgereiste Gesellschaft kurz über die Points of Interest informiert hat, waren auch schon die Mädels an der Reihe. Nichtsahnend fiel bei der Athletenvorstellung auf einmal der Name Laura Sprißler.  Sofort war auch das Interesse für dieses Rennen geweckt, war doch ganz überraschend eine weitere Mengenerin am Start. Einer klasse Schwimm- und Radleistung ließ Laura unter den Anfeuerungsrufen der Fans eine solide Laufleistung folgen, welche letztendlich mit einem ersten Platz in der Mannschaftswertung belohnt wurde.
Um Viertelneune war es dann endlich so weit. Mit einem ohrenbetäubenden Donnerschlag wurde die wilde Hatz der Herren gestartet. Sowohl für die Neulinge als auch für hartgesottene Triathlonerfahrene immer wieder ein Gänsehautgefühl.
Nach 750 m Schwimmen wurden die ersten Jungs, darunter Fabi und Max am Ausstieg empfangen. Kurz darauf entstiegen auch Uli und Patrick den Fluten. Etwas unrunder verlief das Schwimmen für Veit. Aber nicht weniger engagiert verließ auch dieser in einer vierten Gruppe die Wechselzone.
In der Zwischenzeit verstanden auch die Letzten was Triathlon bedeutet: Triathlon ist ein Dreikampf vom FIEBERN bis zum Start - RENNEN zu den besten Plätzen auf der Strecke - ANFEUERN bis zum Abwinken (Prinzip der ansteigenden Herzfrequenz) !
Wurden die Jungs bereits auf den vier Radrunden lautstark unterstützt, sollte der Höhepunkt aber noch auf der Laufstrecke folgen. Aufgereiht an den Absperrzäunen, waren die Athleten gerade soweit von den Fans entfernt, dass ein Hörsturz infolge der Lautstärke (und bei den Mädels der Frequenz) gerade noch ausgeschlossen werden konnte.
Fahnenschwingend und anfeuernd wurden die fünf Jungs nahezu über die Laufstrecke getragen. Im Endergebnis konnte nach Zieleinlauf ein sechster Platz gefeiert werden.
Endlos war die Schlange der Gratulanten der zu recht stolzen Dreikämpfern.
Gegen Halbelfe fand sich die Meute wieder am Bus ein, um die Heimreise anzutreten, jedoch nicht bevor sich alle fünf Jungs bei der Fangemeinde für die tolle Unterstützung bedankten. Diese nette Geste rundete den positiven Eindruck, den alle fünf Starter hinterließen, ab und steigerte deren Sympathiewerte noch einmal.
Die Rückfahrt selber verlief bedeutend ruhiger als die Anreise und so mancher merkte, dass Triathlon (fiebern, rennen, anfeuern) ein echt anstrengender Sport ist.
Gegen 01:30 Uhr - also halbzwoi nachts - wurde das Ortsschild Mengen passiert. Der späten Stunde und der allgemeinen Erschöpfung geschuldet fiel die Verabschiedung um Welten gedämpfter aus, als der Empfang ca. 11 Stunden vorher.
Die Fahnen blieben eingerollt, der Vuvuzela-Bläser war eh schon lange geknebelt und gefesselt ob seiner Tonkünste, und es war auch jedem egal ob rot/weiss oder schwarz/gelb dominierte.
Was blieb waren die Gedanken an sehr intensive vergangene 11 Stunden, die jeder in irgendeiner Weise in Erinnerung behalten wird.
Die Athleten, der Betreuer und der Verein bedanken sich bei
* Heinz Offner, der uns sicher und unterhaltsam chauffiert hat
* Stefan und Waltraud Vollmer, welche alles organisiert haben
* der Walking-Gruppe Mengen für die tolle Unterstützung
* Familie Dietsche und Deiglmayr, die uns zu unserer Freude begleitet haben
* allen, die diese Reise angetreten und uns in einer unnachahmlichen Weise unterstützt haben.

Mengen - zusammen eine Menge mehr !

In diesem Sinn, bleibt sportlich
Euer Webmaster

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