Aktuelle Pressemeldungen

 

"...vorna a weng kürzer...." - diese 3,5 Wörter haben seit Sonntag, 05.06.2011 eine ganz neue Dimension für mich.
Es handelt sich dabei nicht um den Wunsch einer anatomischen Veränderung, sondern lediglich um die knappe Ansage, des dritten Mannes, um den vierten und letzten in der Reihe vor dem nahenden Kollaps zu bewahren.

Continental Vierer-Mannschaftszeitfahren Männer -
ein Erfahrungsbericht:

Die Anmeldung dazu kam etwas überraschend, aber wahrscheinlich war dies die einzige Möglichkeit mich zu einem solchen Event zu bewegen.
Die Mannschaft um Kapitän Steffe Vollmer war schnell gefunden, da die Auswahlkriterien ja auch eindeutig waren:
"Mr brauchet drei Starke Fahrer, dass mr dr Webmaschter au ens Ziel brenget".
Diese waren mit Pete Heudorfer und Jürgen Reineck auch schnell gefunden.

Meine Vorbereitung war geprägt von verzweifelten Versuchen, wenigstens ein paar Kilometer auf dem "hura Bock" zu absolvieren, damit ich wenigsten bei Kilometer 10 (1.Durchfahrt durch mein Heimatdorf Fulgenstadt) vielleicht noch etwas entspannt aussehen könnte. Aber das war letztendlich auch nur ein frommer Wunsch.

Race-Day:
Start 13:14 - also genug Zeit, um sich akribisch auf das Rennen vorzubereiten.
Meine Kollegen nutzten die Gelegenheit und rollten schon mal von Mengen bzw. Rosna nach Saulgau ein. "Des send jo nomol bald zwanzg kilometer me, scho vorem renna - also i fahr mit em audo" - und so packte ich meine 7 t´schuldigung 6 Sachen in den Kofferraum und machte mich auf den Weg.
12:00 Uhr treffen beim "Jointe am Lada".
Schon auf der Anfahrt machte sich bei mir eine enorme Nervosität breit. Beim Ausladen in Saulgau bemerkte ich, dass ein immens wichtiges Ausrüstungsteil fehlte. RADSCHUHE !!! Die eh schon unerträgliche Nervosität kippte schlagartige in eine Panikattacke.
Also Rad rein - Abflug zurück nach Mengen - wahrscheinlich zum zweiten mal in dieselbe Radarfalle bei Herbertingen.......
......so sieht eine optimale Wettkampvorbereitung aus ! Ich war wenigstens abgelenkt...;-)

In Saulgau tummelte sich auch bereits ein extra angereister Fan-Club - danke Mädels, Manne, Max und Moritz.

Und dann ging es endlich los.
Ein bischen Zick-Zack durchs Saulgauer Wohngebiet, dann raus Richtung Sießen.
Die erste Steigung - ging noch einigermaßen. Weiter nach Wolfartsweiler, alles bergab oder eben. "Heiland, ben i en Sack - des lauft wia d´zau". Ich muss hier vielleicht noch anfügen, dass sich nur meine Kollegen in der Führungsarbeit ablösten. Webmasters Platz war an Stelle 4 und die sollte im Laufe des weiteren Rennens noch schwer genug sein zu halten.

Kurz vor uns die Mannschaft, welche eine Minute vor uns gestartet war.
Dr Pete schreit: "mir land eis it verruckt macha, gleichmäßig weiter" - "Des isch guat" war mein Gedanke zu diesem Kommentar.
Durch Fulgenstadt durch, Steigung Eichen. Die vor uns startenden waren jetzt unmittelbar vor uns. Knappe Anweisung vom Teamchef "glei verbei" - "O herr -  jetzt hetemr doch aweng henter däna herrolla kenne".

Eichen, Ölkofen, Herbertingen-Besame - alles geil - bergab im Windschatten.
Ab der Wende in Herbertingen sollte das Leiden losgehen. Zurück nach Ölkofen, die Kraft schwand. Dieses ominöse "vorna a weng kürzer" war jetzt immer öfter zu hören.
Ölkofen durch - "omasuscht-Buckel" in Hohentengen hinauf, wieder runter, wieder rauf.
Und dann am Berg in Hohentengen, mein Blick war schon starr, die grölende Menge am Straßenrand wurde nur noch schemenhaft wahrgenommen, war sie, zum zweiten Mal in der Sportgeschichte, "Die Hand Gottes". Ich fühlte sie auf meinem Rücken, wie sie mit sanftem Druck einen kleinen, unbedeutenden, darniederliegenden, hyperventilierenden Webmaster über den Berg drückte.....
"Komm no a baar metr" – nanu, - Gott sprach zu mir ? Der hört sich ja an wie Pete!

Endlich Abfahrt nach Ölkofen - bergan bis Eichen - bergan bis Fulgenstadt - bergan bis Wolfahrtsweiler, bergan bis Sießen..... jeder Meter war eine gefühlter "bergan-Meter". Die dazwischenliegenden flachen und bergab Passagen reichten mir schon lange nicht mehr, um mich zu erholen.
Die "Hand Gottes" wechselte: mal war es Steffe, mal war es Jürgen. "Heiland - hend dia a hoiße Hand". Schon die Berührung reichte manchmal aus, um nochmal einwenig in Trittfrequenz zu investieren.

Dann endlich in Sießen - jetzt nur noch bergab bis ins Ziel. Jetzt schlug meine große Stunde: Geschwindigkeit = Masse x Erdanziehung und was in jeder Bergaufpassage ein riesen Handicap war, kam mir jetzt zugute. Mit gefühlten 100 km/h rasten wir dem Ziel entgegen - 327 Kurven durchs Wohngebiet - und das war´s......

Der angereiste Fanclub bereitete uns einen tollen Empfang.

In stetiger Sorge um das Wohlbefinden des Webmasters, wurden alle Leistungen des Veranstalters beansprucht. Solange Pete die Radflasche zum 3 mal füllen ließ, stelle sich Sylvi in die Reihe beim Massagezelt. "komm schnell, du bisch dra" - hinliegen - wohlfühlen. Die Masseurin fragte noch, warum ich so lange Radhosen habe (!!) - daraufhin konnte ich nur sagen "i han blos so kuze fias".
Wie können so kurze Beine so schnell radeln ?

Zum Schluß möchte ich allen, die mich durch diesen Tag begleitet haben danke sagen.
Vor allem Steffe, Pete und Jürgen, die die Schmach eines 19.Platzes zu ertragen haben.
Hoffe es hat Euch auch ein bischen Spaß gemacht - ihr könnts ja als GA1-Einheit ins Trainngsprotokoll schreiben  ;-))))

Bis bald
Euer Webmaster

Angeblich gibt es von der Veranstaltung auch Fotos. Diese werden, nach vorangehender Zensur, demnächst (teilweise) veröffentlicht.

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